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Das Hantavirus kommt: Steht die nächste Pandemie bevor?

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18.05.2026
2 Min.

Wird eine neue Pandemie ausgelöst? Ist das Hantavirus die neue Version von Corona?

 

Hantavirus? Forscher entwarnen: keine neue Pandemie. (Foto: Shutterstock)

Infizierte Menschen stecken sich mit dem Hanta-Virus meist durch das Einatmen von aufgewirbeltem Staub an, der Viren und Kot enthält. In Europa verursacht das Hantavirus häufig grippeähnliche Symptome und Nierenprobleme. Die erste Phase beginnt plötzlich mit hohem Fieber sowie starken Kopf-, Rücken- und Gliederschmerzen. Besondere Varianten treten in Nord- und Südamerika auf, wo das Virus schwere Lungenerkrankungen auslösen kann, die lebensgefährlich sind.

Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius

Beim Ausbruch des Hantavirus auf dem niederländischen Kreuzfahrtschiff „MV Hondius“ kam es zu mehreren Todesfällen. Die Behörden evakuierten das Schiff mittlerweile. Die Reise startete im April in Argentinien und führte im Südatlantik sowie in Richtung Antarktis und Kap Verde. Während der Reise erkrankten mehrere Menschen. Drei Passagiere, ein älteres niederländisches Ehepaar und eine deutsche Urlauberin, starben nachweislich an dem Virus. Das Virus gehört zum in Südamerika vorkommenden Andes-Hantavirus. Diese Variante ist gefährlich, da sie in seltenen Fällen und bei sehr engem Kontakt auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.

Zitat einer Passagiers

Ein Passagier berichtete: „Das Hantavirus an Bord wurde nicht ernst genommen.“ Trotz eines Todesfalls sei der Alltag anfangs sorglos weitergegangen.

Verbreitung und Übertragung des Hantavirus

Infizierte Nagetiere scheiden die Viren über Urin, Kot und Speichel aus und bringen sie so in die Umwelt. Die Viren übertragen sich bei den in Mitteleuropa vorherrschenden Viren selten oder gar nicht von Mensch zu Mensch.

Ärzte können derzeit keine ursächliche Therapie oder Impfung anbieten. Sie behandeln vor allem die auftretenden Symptome, und das medizinische Personal überwacht die Betroffenen gegebenenfalls intensivmedizinisch. Den besten Schutz bietet es, wenn Menschen den Kontakt zu Nagetieren vermeiden und potenziell befallene Räume vorsichtig und staubfrei reinigen.


Erfolg der Quarantänemaßnahmen

Ja, die Quarantänemaßnahmen haben funktioniert. Die Verantwortlichen konnten den Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff erfolgreich eindämmen. Es kam zu keinen größeren Ausbrüchen oder einer neuen Pandemie. Nagetiere wie Mäuse übertragen Hantaviren primär auf den Menschen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist möglich, insbesondere beim Andes-Hantavirus, erfordert aber engen Kontakt. Die Behörden verhinderten weitere Infektionen dank der schnellen Isolierung und Überwachung der Passagiere nach dem Verlassen des Schiffes.


Risiko für Europa und Experteneinschätzungen

Die Weltgesundheitsorganisation und das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten haben Entwarnung gegeben. Experten bewerten das Risiko für die europäische Bevölkerung als gering, da das Virus für eine Übertragung intensiven, engen Kontakt erfordert.

In sozialen Netzwerken behaupten Nutzer, das Hantavirus könne eine Pandemie auslösen, die tödlicher ist als Covid. Fachleute teilen diese Sorge nicht. Das Virus ist weder mit dem Coronavirus noch mit Influenza vergleichbar.