Zuvor lag ich in meinem Bett, ich konnte nicht schlafen, wahrscheinlich lag es am Vollmond. Ich drehte mich im Bett hin und her, doch konnte einfach nicht einschlafen. Irgendwann entschied ich mich dazu, raus an die frische Luft zu gehen. Normalerweise schaut man kurz hoch und denkt nicht viel darüber nach. Aber an diesem Abend war es anders. Der Himmel wirkte nicht wie etwas, das „oben“ ist, sondern wie etwas, das einfach kein Ende hat. Es war komisch, weil man sonst im Alltag überall Grenzen sieht, Wände, Straßen, Häuser, aber dort oben gibt es einfach nichts davon.
Der Gedanke, dass alles gleichzeitig passiert
Während ich da stand, kam mir der Gedanke, dass in diesem Moment überall gleichzeitig etwas passiert. Auf der Erde laufen Menschen herum, schlafen, reden oder streiten sich, und gleichzeitig fliegt alles zusammen durch den Weltraum, ohne dass man es spürt. Das hat sich irgendwie surreal angefühlt, fast so, als würde man in einem riesigen System leben, das man nie ganz wahrnimmt.
Kleine Dinge wirken plötzlich anders
Ich habe dann gemerkt, dass Probleme oder Gedanken, die vorher wichtig waren, sich in dem Moment kleiner angefühlt haben. Nicht, weil sie egal sind, sondern weil alles plötzlich in einem anderen Maßstab steht. Der Himmel macht so etwas mit einem, ohne dass er sich verändert.
Der Gedanke an andere Menschen
Ich habe auch daran gedacht, dass irgendwo andere Menschen genau denselben Himmel sehen, vielleicht sogar zur gleichen Zeit. Trotzdem denkt jeder etwas anderes dabei. Für die einen ist es einfach nur Nacht, für andere vielleicht ein Moment zum Nachdenken oder Abschalten.
Als ich wieder reingegangen bin, war alles normal wie vorher. Aber der Gedanke ist geblieben. Seitdem fühlt sich der Himmel nicht mehr nur wie etwas Schönes an, sondern auch wie etwas, das einen kurz aus dem Alltag herauszieht und alles ein bisschen größer wirken lässt.