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"Ein Verbot der sozialen Medien würde das Problem kaum lösen"

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22.06.2026
2 Min.

Es gibt drei Formen von Hass im Netz, meint Jörg Matthes, Kommunikationswissenschaftler an der Uni Wien. Wie genau meint er das und was empfiehlt er für den Umgang damit?

Wut im Netz: Eine Plage, mit der wir umgehen lernen können. (Foto: Shutterstock)

Im Internet erleben viele Menschen Hass. Das fällt besonders bei bekannten Persönlichkeiten auf. Ich beobachte das oft bei einer Gaming-Streamerin. In ihrem Live-Chat erscheinen regelmäßig verletzende Kommentare und Beleidigungen.

Wo Kritik endet und Hass beginnt

Der Kommunikationswissenschaftler Jörg Matthes sprach in einem Interview über Hass im Netz. Er forscht an der Universität Wien zu den Auswirkungen von Medien auf die Gesellschaft.

Jörg Matthes unterscheidet drei Formen von Hass. Bei der Streamerin treten vor allem direkte Beleidigungen auf. „Die erste Gruppe umfasst direkte Beleidigungen, die zweite wertet ganze Gruppen ab und die dritte enthält offene Drohungen“, erklärt er. Solche Angriffe wirken auf mich verletzend und respektlos.

Rechte und Verantwortung im Internet

Schule und Eltern können Jugendlichen dabei helfen, sicher mit digitalen Medien umzugehen. Auch bekannte Persönlichkeiten wie die Streamerin profitieren von solchen Fähigkeiten im Alltag.

Jörg Matthes betont die Bedeutung von Medienkompetenz. „Wir müssen Jugendliche frühzeitig im Umgang mit digitalem Hass schulen“, sagt er. Wer lernt, Hass zu erkennen und richtig darauf zu reagieren, kann sich besser schützen.

Wer besonders betroffen ist

Hass richtet sich häufig gegen Frauen und Minderheiten. Die Streamerin erlebt solche Angriffe regelmäßig. Laut Jörg Matthes bleiben die Folgen oft nicht auf den Bildschirm beschränkt. „Hass schränkt die freie Teilhabe von Betroffenen im digitalen Raum stark ein“, warnt er.

Hass verschwindet nicht durch Verbote

Ein Verbot sozialer Medien würde das Problem kaum lösen. Menschen könnten ihre Angriffe einfach auf andere Plattformen verlagern. Wichtiger sind sichere digitale Räume und ein respektvoller Umgang miteinander.

Jörg Matthes sieht darin einen wichtigen Schritt. „Ein reines Verbot löst das gesellschaftliche Problem des Hasses nicht“, erklärt er. Jeder kann dazu beitragen, das Internet zu einem freundlicheren Ort zu machen.





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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch die Universität Wien.