Der steirische Erzberg ist nicht nur einer der größten Tagbaubetriebe Europas, sondern auch ein Wahrzeichen Österreichs. Seit Jahrhunderten wird hier Eisenerz abgebaut. Mit seinen gewaltigen Stufen, steilen Hängen und schroffen Felsen bietet der Erzberg eine einzigartige Kulisse, die perfekt für ein Extrem-Enduro-Rennen geeignet ist.
Wie das Erzbergrodeo entstand
Die Geschichte des Erzbergrodeos begann Mitte der 1990er-Jahre. Was ursprünglich als außergewöhnlicher Offroad-Wettbewerb gedacht war, entwickelte sich rasch zu einem der bekanntesten Extreme-Enduro-Rennen der Welt. Seit dem ersten Rennen 1995 wuchs die Veranstaltung Jahr für Jahr und wurde zu einem Fixpunkt im internationalen Motorsportkalender.
Tausende Teilnehmer und Fans
Das Erzbergrodeo ist längst mehr als nur ein Rennen. Jedes Jahr kommen über 1.000 Fahrer aus aller Welt nach Eisenerz. Im Jahr 2026 sind mehr als 1.100 Teilnehmer aus 41 Nationen gemeldet. Nur die schnellsten 500 Fahrer des Iron Road Prologs dürfen schließlich beim legendären Hauptrennen starten.
Neben den Fahrern pilgern auch tausende Zuschauer zum Erzberg, darunter einige Mitglieder meiner Familie. „Im Fernsehen ist es schon genial, aber live dabei zu sein, ist ein unglaubliches Erlebnis“, erzählt mein Onkel. Auch meine Oma, die sonst eigentlich nicht vom Motorsport begeistert ist meinte, dass sie sofort wieder zum Erzbergrodeo fahren würde. In den vergangenen Jahrzehnte besuchten insgesamt mehr als eine Million Motorsportfans die Veranstaltung. Das Event wird deshalb oft als das „Woodstock des Extreme Enduro Sports“ bezeichnet.
Das Jubiläumsjahr 2026
Das Jahr 2026 steht ganz im Zeichen des 30-jährigen Jubiläums. Vom 4. bis 7. Juni verwandelt sich der Erzberg erneut in eine riesige Motorsportarena. Neben dem traditionellen Iron Road Prolog und dem Hauptrennen gibt es zahlreiche Shows, Aussteller und ein umfangreiches Rahmenprogramm. Erstmals werden auch Elektromotorräder in allen Rennbewerben zugelassen, was einen weiteren Meilenstein in der Geschichte der Veranstaltung darstellt.
Deutsche Erfolge am Erzberg
Besonders bemerkenswert ist die Erfolgsbilanz deutscher Fahrer. In den vergangenen Jahren dominierte vor allem der deutsche KTM-Werksfahrer Manuel Lettenbichler das Geschehen am Erzberg. Er gewann die letzten vier Austragungen und zählt auch 2026 wieder zu den größten Favoriten auf den Sieg.
Die Favoriten für 2026
An erster Stelle der Favoritenliste steht erneut Manuel Lettenbichler. Doch auch zahlreiche internationale Spitzenfahrer wollen ihm den Sieg streitig machen. Die Konkurrenz aus dem Hard-Enduro-, Enduro-WM- und Trial-Bereich reist hochmotiviert nach Eisenerz.
Meine persönliche Sicht auf das Erzbergrodeo
Ich selbst verfolge das Erzbergrodeo jedes Jahr mit großer Begeisterung im Fernsehen. Schon Tage vor dem Rennen freue ich mich auf die Übertragungen und bin gespannt, welche Fahrer sich dieses Mal durch die extremen Passagen kämpfen werden. Dieses Jahr kann ich leider nicht live dabei sein, aber kommendes Jahr nehme ich mir auf jeden Fall Zeit.
Das Erzbergrodeo ist weit mehr als ein Motorsportevent. Es ist ein Treffpunkt für Fans, Fahrer und Technikbegeisterte aus aller Welt. Die einzigartige Kulisse des Erzbergs, die extreme Schwierigkeit der Strecke und die besondere Atmosphäre machen das Rennen zu einem Erlebnis, das weltweit seinesgleichen sucht.