Unsere Welt hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Vor 40 Jahren konnte niemand genau sagen, wie sich die Welt weiterentwickeln würde. Besonders spürbar ist das im Straßenverkehr. Was damals undenkbar war, ist heute längst Realität.
Vor ein paar Tagen habe ich auf dem Weg zu meinem Vater bemerkt, dass die Wiener Linien elektrische Busse einsetzen. Diese Busse sind gut für die Umwelt, da sie keine Abgase verursachen. Außerdem sind sie deutlich leiser als herkömmliche Dieselbusse. Stand Frühjahr 2025 sind rund 60 Elektrobusse der Wiener Linien im regulären Betrieb. Diese fahren vor allem in südlichen Bezirken Wiens (Liesing, Simmering) auf Linien wie 71A, 71B, 61A, 61B, 64A und 64B. Bis Ende 2025 ist geplant, die Flotte auf 60 große E-Busse sowie 10 Wasserstoffbusse (unter anderem auf den Linien 2A und 3A) zu erweitern. Ab April 2026 soll außerdem die Linie 57A vollständig auf E-Busse umgestellt werden. Wie unsere Welt wohl in den nächsten 40 Jahren aussehen wird?
Die Gleisbauarbeiten der Linie 6
Bleiben wir im Straßenverkehr: Die Straßenbahnlinie 6 war im Frühjahr 2026 aufgrund von Gleisbauarbeiten für längere Zeit unterbrochen und teilweise außer Betrieb. Viele Menschen beschwerten sich deshalb in den sozialen Medien. Ein Nutzer schrieb etwa an die Wiener Linien: „Es bräuchte auch einen dichteren Takt der Linie O! Bitte das auch unbedingt anpassen! Wir bleiben seit Montag am Hauptbahnhof hängen. Da liegen die Intervalle in der Früh derzeit bei 10 Minuten.“
Die Sperre begann am 16. März 2026 und dauerte bis Mitte April 2026. Die Arbeiten fanden auf der Quellenstraße zwischen Knöllgasse und Bernhardtstalgasse statt. Dabei wurden rund 400 Meter Gleise vollständig erneuert, was für die kommenden Jahre eine Verbesserung bringt.
Aus der aktuellen VCÖ-Untersuchung „Haltestellen im Fahrgast-Check“ wurden in Wien über 1.100 Haltestellen als mangelhaft gemeldet. Fahrgäste kritisierten dabei ganz konkrete Probleme im Wiener Öffi-Netz:
Fehlender Wetterschutz & Hitzeinseln
Bei 49 % aller Meldungen fehlte ein Schutz vor Regen, Schnee oder Sonne. Die Bushaltestelle „An den alten Schanzen“ in der Donaustadt (Linien 24A, 38A) wurde von Fahrgästen über 200-mal wegen fehlendem Wetterschutz als besonders problematisch beschrieben. Dort müssen Menschen bei Starkregen oder großer Hitze völlig ungeschützt warten.
Fehlende Sitzgelegenheiten
Bei 40 % der Beschwerden wurde das Fehlen von Bänken kritisiert. Viele Haltestellen bestehen nur aus einem einfachen Fahrplanschild, das in den Boden gesetzt ist, besonders in Außenbezirken wie dem 22. oder 23. Bezirk. Für ältere Menschen oder Personen mit eingeschränkter Mobilität gibt es dort kaum Möglichkeiten, sich während längerer Wartezeiten hinzusetzen.