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Frankreich meldet rund 1.000 Hitzetote nach extremer Hitzewelle

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30.06.2026
3 Min.

In Frankreich sind infolge der anhaltenden Hitzewelle seit Mittwoch rund tausend Menschen mehr gestorben als in einem vergleichbaren Zeitraum. Das teilte die Gesundheitsbehörde Santé Publique France am Sonntag mit. Auch ein Fußballprofi soll unter den Todesopfern sein.

Besonders in den großen Städten wie Paris leiden die Menschen unter der Hitze. (Foto: Shutterstock)

Auf den Straßen Frankreichs war die Hitze in den vergangenen Tagen für viele Menschen kaum noch erträglich. In sozialen Netzwerken verbreiteten sich Videos von überhitzten Städten, leeren Straßen und Menschen, die jede Möglichkeit nutzten, um der glühenden Sonne zu entkommen. Parks, schattige Plätze und Wasserstellen wurden zu wichtigen Rückzugsorten. Gleichzeitig kämpften Rettungsdienste und Krankenhäuser mit einer stark steigenden Zahl an Notrufen.

Die außergewöhnliche Hitzewelle hat in Frankreich nun auch tödliche Folgen: Seit Mittwoch sind nach Angaben der Gesundheitsbehörde Santé Publique France rund 1.000 zusätzliche Todesfälle registriert worden. Die Zahl ist vorläufig und könnte weiter steigen.

Temperaturen über 40 Grad setzen Land unter Druck

In Frankreich sind infolge der anhaltenden Hitzewelle seit Mittwoch mehr gestorben als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das teilte die Gesundheitsbehörde Santé Publique France am Sonntag mit. Demnach wurden seit dem 24. Juni „nach noch nicht konsolidierten Zahlen rund tausend zusätzliche Todesfälle“ registriert.

Besonders betroffen sind Regionen, die in den vergangenen Tagen unter der höchsten Hitzewarnstufe standen. Dazu zählen die Île-de-France, Nouvelle-Aquitaine, die Bretagne, Centre-Val de Loire, die Normandie und Pays de la Loire. Nach Angaben der Behörde waren rund 85 Prozent der Verstorbenen 65 Jahre oder älter.

Krankenhäuser und Rettungsdienste stark belastet

In weiten Teilen Frankreichs stiegen die Temperaturen in dieser Woche auf über 40 Grad Celsius. Die extreme Hitze brachte Krankenhäuser und Rettungsdienste an ihre Belastungsgrenze. Die Zahl der Notrufe nahm deutlich zu.

Mehr als 30 Départements standen über mehrere Tage unter roter Hitzewarnung. Nach Angaben der Behörden wurde am Mittwoch zudem der heißeste Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen registriert. Die landesweite durchschnittliche 24-Stunden-Temperatur lag bei 30 Grad Celsius.

Einschränkungen in Paris

Auch die französische Hauptstadt reagierte mit außergewöhnlichen Maßnahmen auf die Hitze. In Paris untersagten die Behörden am Wochenende den Alkoholkonsum im öffentlichen Raum, um zusätzliche Einsätze der Rettungskräfte zu vermeiden. Zudem wurde die ursprünglich für Samstag geplante Pride-Parade verschoben.

Mehrere bekannte Sehenswürdigkeiten, darunter der Eiffelturm und das Louvre-Museum, schlossen wegen der hohen Temperaturen früher als üblich.

Behörden warnen vor Badeunfällen

Viele Menschen suchten in Parks, an Kanälen und Gewässern Abkühlung. Gleichzeitig warnten die Behörden eindringlich vor den Gefahren des unbeaufsichtigten Badens. Anlass war unter anderem der Tod eines Mannes, der am Freitagabend im Canal Saint-Martin ertrank.

„Wir haben es schon gesagt und wir sagen es noch einmal: Schwimmen außerhalb der Zeiten, in denen beaufsichtigtes Baden erlaubt ist, und außerhalb der überwachten Zonen ist gefährlich“, schrieb der Pariser Bürgermeister Emmanuel Grégoire auf der Plattform X.

Auch Fußballprofi unter den Todesopfern

Zu den Opfern der Hitzewelle zählt Berichten zufolge auch der 21-jährige Fußballspieler Kenzo Kies. Der Ligue-2-Profi soll beim Baden in der Rhône ertrunken sein.

Sein Verein Guingamp zeigte sich in einer Mitteilung tief betroffen. Der Klub sprach der Familie und den Angehörigen sein Beileid aus und sicherte ihnen seine volle Unterstützung zu.

Extreme Hitze betrifft weite Teile Europas

Nicht nur Frankreich kämpft derzeit mit außergewöhnlich hohen Temperaturen. Auch in anderen Teilen Europas wurden in den vergangenen Tagen neue Höchstwerte gemessen.

Im Vereinigten Königreich registrierte der nationale Wetterdienst Met Office am Freitag mit 37,3 Grad Celsius im Ort Santon Downham in der Grafschaft Suffolk den heißesten Junitag seit Beginn der Aufzeichnungen.

Auch in Spanien und Deutschland stiegen die Temperaturen regional auf über 40 Grad Celsius. Experten warnen, dass Hitzewellen in Europa durch den Klimawandel häufiger und intensiver werden.