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Gebäude aus dem Osmanischen Reich neben Co-Working-Spaces: Warum du Sofia besuchen solltest

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23.05.2026
2 Min.

MEIN SOFIA: In dieser Kolumne berichtet unsere Volontärin Kristin Atanassova wöchentlich aus ihrem Heimatland Bulgarien und dessen Hauptstadt Sofia. Kristin ist 17 Jahre alt und besucht die 10. Klasse an der Deutschen Schule Sofia.

Sofia: eine Stadt voller Geschichte und Innovationen. Auch jungen Menschen hat die Stadt viel zu bieten. (Foto: Shutterstock)

Wusstet ihr schon, dass Bulgarien als einer der ältesten europäischen Nationalstaaten mit unverändertem Namen gilt? Bulgarien hieß schon so, lange bevor Österreich seinen jetzigen Namen bekanm. Nur wenige Touristen, die das Land besuchen, wissen das. Doch wer sich im Zentrum von Sofia umschaut, merkt schnell, dass sich zwischen modernen Gebäuden und luxuriösen Geschäften überall kleine Stücke Geschichte verstecken.

Serdika

Sofia ist eine immer moderner werdende europäische Hauptstadt im Herzen des Balkans. Spazierst du entlang der Einkaufsstraßen im Zentrum, wird dir sicherlich eines auffallen: Serdika, eine bedeutende antike Stadt im Römischen Reich, aus der das heutige Sofia entstand. Die Ruinen befinden sich mitten in der Stadt, zwischen U-Bahn-Stationen, Cafés und Bürogebäuden. Dieses Kulturdenkmal erinnert an die vergangene, ruhmvolle Geschichte Bulgariens und zeigt zudem, wie eng Vergangenheit und Gegenwart hier miteinander verbunden sind.

Wo Geschichte im Alltag auf Moderne trifft

Besonders faszinierend ist, dass Sofia ständig im Wandel ist. Neue Einkaufszentren, moderne Wohnviertel und internationale Unternehmen prägen die Stadt. Gleichzeitig bleiben viele traditionelle Elemente erhalten. Kleine Bäckereien verkaufen noch immer Banitza nach alten Rezepten, ein bulgarisches Blätterteiggebäck, das meist mit Käse, Eiern und Joghurt gefüllt ist. Ältere Menschen spielen Schach in den Parks und auf den Märkten gibt es frisches Gemüse und Früchte aus ganz Bulgarien.

Die verschiedenen Gesichter Sofias

Auch die Architektur Sofias hat zwei unterschiedliche Seiten. Neben modernen Glasfassaden stehen historische Gebäude aus dem Osmanischen Reiches oder der sozialistischen Zeit. Die Alexander-Newski-Kathedrale mit ihren goldenen Kuppeln gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt und erinnert an die lange religiöse und kulturelle Geschichte Bulgariens. Nur wenige Straßen weiter befinden sich moderne Restaurants, Clubs und Coworking-Spaces, wo besonders junge Leute gerne Zeit verbringen.

Gerade diese Mischung macht Sofia so besonders und einen Besuch wert. Die Stadt versucht nicht, ihre Vergangenheit zu verstecken, ganz im Gegenteil. Sie integriert sie in den modernen Alltag und bietet sie allen an. Das macht den Charme unserer Stadt aus.