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Hybrider Krieg: campus a-Interview im Schatten des Kreml

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Redakteurin · campus a
22.06.2026
2 Min.

EXKLUSIV. campus a-Chefredakteurin Bernadette Krassay traf in Moskau den österreichischen IT-Spezialisten Martin Held. Er steht im Verdacht Fädenzieher im hybriden Krieg Wladimir Putins gegen Europa zu sein und nimmt erstmals dazu Stellung.

Interview mit dem österreichisch-russischen IT-Unternehmer Martin Held in Moskau. (Foto: campus a)

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Ein Fädenzieher im Schatten des hybriden Krieges Wladimir Putins gegen Europa? Nichts an dem 52-Jährigen, der uns in seinem Büro in Moskau empfängt, entspricht den damit verbundenen Klischees. Martin Held tritt zuvorkommend, wortgewandt und ungezwungen auf. Ein gutmütiger Helfer, der weniger wie der Chef seiner vielen jungen Mitarbeiter, sondern vielmehr wie ihr väterlicher Mentor wirkt.

Doch Medien wie tageschau.det-onlineDer Standard oder die exilrussische Plattform iStories, der österreichische Regierungsinsider und Buchautor Gerald Fleischmann und die auf die Analyse von Desinformation spezialisierte Plattform Osavul zeichnen ein anderes Bild von ihm. Der gebürtige Oberösterreicher und russisch-österreichische Doppelstaatsbürger steht demnach im hybriden Krieg Russlands gegen Europa auf der Seite Russlands und arbeitet mit an der Verbreitung von Desinformation. Er nützt dabei Mittel, die ihm als IT-Unternehmer zur Verfügung stehen. 

Dürfen wir jemanden wie ihn überhaupt interviewen? Wir vom jungen Medium campus a haben diese Frage lange diskutiert. Bedienen wir russische Narrative, wenn wir ihn zu Wort kommen lassen? Wird er unser Interview benutzen, um sein mögliches Ziel der Desinformation zu erreichen? Würden wir ein Interview mit Wladimir Putin ablehnen, wenn wir eines bekämen, bei dem die gleichen Bedenken bestünden? Würde irgendein Medium ein Interview mit Putin ablehnen? 

Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass keine Sache der Welt besser davon wird, wenn jemand, der daran beteiligt ist, keine Stimme hat. Etwas, das Martin Held so ähnlich sieht, wie seine Antwort auf unsere erste Frage nahelegt.


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