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Ihr entscheidet selbst, wie ihr ihn zehn Jahren leben werdet

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17.05.2026
3 Min.

Egal ob beim Jobinterview oder beim Familienessen, die Frage, wo ich mich in zehn Jahren sehe, taucht oft auf. Wenn man sich etwas näher damit beschäftigt, bemerkt man, dass sie viel tiefgründiger ist, als man jetzt vielleicht denkt.

Wie wird meine Zukunft ausschaun? (Foto: Image by Gerd Altmann from Pixabay)

In zehn Jahren, da bin ich irgendwo am Meer mit einem Cocktail in der Hand, habe einen sicheren Job in einer Großstadt, als bekannte Schauspielerin in Hollywood zum Beispiel. Es gibt viele Antworten auf diese Frage,wo ich mich in zehn Jahren sehe, es kommt aber auch immer auf die Umstände an, beziehungsweise darauf, wer sie stellt. Doch habt ihr euch wirklich schon mal mit diesem Thema auseinandergesetzt?

Fremde Erwartungen

Die Eltern meines Bekannten Noah besitzen einen Bauernhof, sie haben schon immer erwartet, dass er ihn später übernimmt. Ich kenne Noah schon, seit wir im Kindergarten miteinander gespielt haben, schon immer liebte er es zu zeichnen. Er besuchte eine landwirtschaftliche Lehranstalt, obwohl er wusste, dass es nicht wirklich das ist, was sein Herz will. Natürlich will er aber nicht seine Eltern im Stich lassen. Was würdest du in dieser Situation tun? Entscheide dich immer für das, was dir Spaß macht und was dein Bauchgefühl dir rät. Noah hat in diesem Fall eine Kompromisslösung gewählt, er wird den Bauernhof übernehmen, aber nebenbei auch als Künstler tätig sein.

Eigene Erwartungen

In meinem Fall ist es so, dass ich in zehn Jahren zum Beispiel schon die Welt bereist haben will, ich hätte gerne schon eine Familie und ein kleines Haus. Oft setzt man sich viel zu hohe Erwartungen, denn was ist falsch daran, wenn man in diesen zehn Jahren vielleicht noch nicht seinen Partner fürs Leben gefunden hat? Wir haben doch unser ganzes Leben Zeit. Meiner Meinung nach ist Social Media da auch ein großer Faktor, man sieht immer, wie weit andere schon sind und wie perfekt alles scheint. Doch das ist oft auch nur ein Teil der Wahrheit.

Viele Entscheidungen

Du selbst kannst entscheiden, wo du in zehn Jahren bist, viele glauben an das Schicksal oder daran, dass sowieso alles so kommt, wie es soll. Aber in Wirklichkeit kannst du viel mehr mitbestimmen, als du vielleicht denkst. Es geht nicht nur um große Entscheidungen wie die Wahl der Maturafächer und der Studienrichtung. Es geht auch darum, mit welchen Menschen wir uns umgeben oder welche Werte wir verkörpern.

Jede kleine Entscheidung trägt ein bisschen dazu bei, welcher Mensch man in zehn Jahren ist. Das heißt aber nicht, dass jede Entscheidung die richtige sein muss, im Gegenteil, aus Fehlern lernt man am besten! Auch wenn es im Moment sehr schwer, unangenehm oder schmerzvoll ist, im Nachhinein ist man fast immer schlauer.

Die Zeit schätzen

Zuvor habe ich gesagt, dass wir ja unser ganzes Leben Zeit haben, Sachen zu erleben und Erfahrungen zu sammeln. Das stimmt auch, aber niemand weiß, wie viel Zeit. Erst vor kurzem habe ich wieder gemerkt, wie dankbar man für jeden Tag sein sollte. Ein Freund meines Cousins, 20 Jahre, ist mit dem Auto ums Leben gekommen. Innerhalb von einem Moment kann sich alles ändern, deshalb verbringt nicht all eure Zeit, um euch Sorgen für die Zukunft zu machen, sondern lebt im Moment.



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