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Matura-Jahrgang 2026: Erfahrungen einer Maturantin

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16.05.2026
3 Min.

Die schriftlichen Reifeprüfungen neigen diese Woche langsam dem Ende zu, und somit ist ein Großteil der Matura geschafft. Viele Schüler*nnen, die in den kommenden Jahren maturieren, stellen sich verständlicherweise Fragen. Wann sollte man anfangen zu lernen, und welche sind die besten Ratschläge für die Matura? Ich selber bin diesjährige Maturantin der BG/BORG HIB Liebenau, und möchte deswegen einige Einblicke geben und mögliche Fragen beantworten.

Wie die Matura wirklich verläuft (Foto: pexels (Ulisa Pena))

Wann fange ich an zu lernen?

Um ehrlich zu sein habe ich erst relativ spät angefangen. Man denkt oft, dass man Monate damit verbringen muss, für die verschiedenen Fächer zu lernen, dabei habe ich erst so 2 Wochen davor angefangen, und es ging mir ziemlich gut. Es ist deutlich stressfreier, als man darauf eingestellt ist. Das kann natürlich davon abhängen, wie gut ich mich in dem Fach auskenne. Wenn ich Schwierigkeiten habe, würde ich deutlich früher anfangen.

Was lerne ich zuerst, und wo ist es am effektivsten?

Ich habe mich natürlich als erstes auf die Fächer konzentriert, die in der ersten Woche dranwaren. In meinem Fall war das Deutsch und Englisch, für Deutsch habe ich mir mögliche Textsorten angeschaut und deren Aufbau und Merkmale gemerkt. In Englisch habe ich eigentlich nur Übungen aus dem Aufgabenpool gemacht, was für Sprachen meiner Meinung nach die beste Methode ist. Gelernt habe ich, ganz klassisch, im Wohnzimmer am Tisch, dann habe ich mich nicht so isoliert von meiner Familie gefühlt. Wenn ich alleine im Zimmer war, habe ich mich schnell ablenken lassen.

Wie ist das mit dem Stress? Sind die Tage und Stunden davor sehr angespannt?

Also beim Lernen selber hatte ich keinen Stress, außer bei Mathe, ein bisschen. Wenn ich Beispiele nicht verstanden habe, habe ich schon ein bisschen Panik bekommen. Ein bisschen beruhigt hat mich dann, dass wir ja die Formelsammlung verwenden durften. Bei der allerersten Matura, Deutsch, war ich zu Beginn schon leicht nervös, die ganzen Prüfungsumstände waren schon neu, aber es war dann doch entspannter als gedacht. Eigentlich darf man nur nicht vergessen, dass die Matura im Leben deutlich „unwichtiger“ ist, als sie dargestellt wird. Natürlich wird bei Bewerbungsgesprächen nach der abgeschlossenen Ausbildung gefragt, aber nicht, ob bei der Mathe-Matura nun 24 oder 25 Punkte erreicht wurden.

Wie läuft so eine schriftliche Matura ab?

Beginn war immer um 8:30, anfangs haben wir immer die Handys abgegeben, und wir konnten uns aussuchen, wo wir uns hinsetzen wollen. Normalerweise hatten wir 270 Minuten Zeit, in Deutsch sogar 300. In den Sprachen haben wir dann die Leseaufgabe, die Höraufgabe, dann Sprache im Kontext und zum Schluss den Text bekommen. In Mathe selbstverständlich alles auf einmal. Zwischendurch gab es immer fixe Zeiten, wo wir einzeln auf die Toilette gehen durften. Also, man muss sich keine Sorgen machen, dass man in den 4-5 Stunden nicht auf die Toilette gehen darf…

Was passiert nach den schriftlichen Prüfungen?

Jetzt ist erstmal ca. vier Wochen Pause. In diesen vier Wochen wird es immer wieder einzelne Unterrichtsstunden geben, in denen sich die SchülerInnen mit den LehrerInnen zusammensetzen, und für den mündlichen Teil, also in den Sprachen z.B. Monologe und Dialoge, üben. Irgendwann im Juni finden dann die Mündlichen statt, und danach bekommen wir bei der Maturanten-Verabschiedung die Zeugnisse.

Ratschläge für angehende Maturant*nnen

Bitte macht euch keinen Stress, normalerweise mag ich den Satz nicht, aber in dem Fall: „Es ist nicht so deep“. Die Lehrer waren sehr entspannt, ihr habt genug Zeit, und ihr habt genügend Pausen. Packt euch genug zum Essen und Trinken ein. Nehmt euch Kaugummi mit, viel Wasser, gerne auch etwas Süßes, am besten Snacks, die ihr gerne mögt, aber nicht zu laut sind. Und das Wichtigste: Schlaft genug. Glaubt mir, es ist es nicht wert, für die Matura den Schlaf zu reduzieren. Und ausgeschlafen kann man erstens besser lernen, und zweitens, sich viel länger konzentrieren. Ihr schafft das!