Wann hast du wirklich angefangen zu lernen?
David: Ehrlich gesagt habe ich schon ein paar Monate vorher langsam begonnen, aber wirklich intensiv wurde es ungefähr sechs Wochen vor der Matura. Davor habe ich eher Zusammenfassungen gemacht und alte Prüfungen angeschaut.
Wie viele Stunden hast du täglich gelernt und wo lernst du am liebsten?
David: Das war unterschiedlich. Unter der Woche meistens drei bis fünf Stunden, am Wochenende manchmal mehr. Am liebsten lerne ich zuhause an meinem Schreibtisch, weil ich dort meine Ruhe habe. Ab und zu treffe ich mich aber auch mit Freunden zum gemeinsamen Lernen.
Hast du einen fixen Lernplan oder läuft das eher spontan?
David: Ich habe versucht, einen Plan zu machen, damit ich nicht den Überblick verliere. Natürlich klappt das nicht immer perfekt, aber ohne Plan würde ich wahrscheinlich viel mehr prokrastinieren.
Wie würdest du deinen Stresslevel beschreiben?
David: Ziemlich hoch, vor allem kurz vor den Prüfungen. Man denkt ständig daran und hat das Gefühl, dass alles davon abhängt. Gleichzeitig gewöhnt man sich aber auch irgendwie an den Druck.
Beeinflusst die Matura deinen Alltag, dein Sozialleben oder deinen Schlaf?
David: Definitiv. Ich treffe meine Freunde momentan viel seltener und gehe kaum weg. Schlaf ist auch so ein Thema — manchmal liege ich lange wach und denke darüber nach, was ich noch lernen muss.
Welches Fach macht dir am meisten zu schaffen?
David: Mathematik auf jeden Fall. Da reicht Auswendiglernen einfach nicht, man muss die Beispiele wirklich verstehen.
Was machst du, wenn du nicht weiterkommst?
David: Dann frage ich meistens Freunde oder Lehrer um Hilfe oder schaue mir Erklärvideos online an. Manchmal hilft es auch einfach, eine Pause zu machen und später nochmal weiterzuarbeiten.
War die Matura bisher so, wie du sie dir vorgestellt hast?
David: Teilweise schon, aber ich hätte nicht gedacht, dass sie mental so anstrengend wird. Der Druck kommt nicht nur von der Schule, sondern oft auch von einem selbst.
Was würdest du Schülern raten, die nächstes Jahr dran sind?
David: Nicht alles bis zum Schluss aufschieben. Wenn man früh genug anfängt, spart man sich extrem viel Stress. Und man sollte sich trotz Lernen auch Pausen gönnen.
Was hält dich motiviert, wenn es wirklich zäh wird?
David: Der Gedanke, dass danach alles vorbei ist und ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Außerdem motiviert es mich, wenn ich merke, dass sich die harte Arbeit langsam auszahlt.
Hast du manchmal Angst davor, nach der Matura nicht zu wissen, wie es weitergeht?
David: Ja, schon. Die Matura ist irgendwie ein großer Abschluss, aber gleichzeitig beginnt danach etwas Neues. Ich freue mich darauf, aber es ist auch ungewohnt, plötzlich so viele Entscheidungen treffen zu müssen.
Gibt es etwas, das du während der Vorbereitung über dich selbst gelernt hast?
David: Dass ich unter Druck doch disziplinierter bin, als ich gedacht habe. Gleichzeitig habe ich gemerkt, wie wichtig Pausen sind, weil man sonst irgendwann gar nichts mehr aufnehmen kann.
Worauf freust du dich am meisten, wenn die Matura vorbei ist?
David: Einfach wieder ohne schlechtes Gewissen Freizeit zu haben. Freunde treffen, ausschlafen und nicht ständig daran denken müssen, was ich noch lernen sollte.
Hast du das Gefühl, dass die Matura eher Wissen oder Durchhaltevermögen prüft?
David: Wahrscheinlich beides, aber Durchhaltevermögen spielt eine größere Rolle, als viele denken. Man muss über Wochen motiviert bleiben und mit dem Stress umgehen können.
Wenn du eine Sache am Schulsystem ändern könntest, was wäre das?
David: Ich glaube, weniger Fokus auf reines Auswendiglernen wäre gut. Man merkt gerade bei der Matura, dass Verständnis langfristig viel wichtiger ist.