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Mein digitaler Fußabdruck – Wie viel von mir steckt eigentlich schon im Netz?

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16.06.2026
3 Min.

Hast du schon einmal deinen eigenen Namen gegoogelt? Ich schon – und dabei ist mir aufgefallen, dass über mich online viel mehr zu finden ist, als ich gedacht hätte. Von Volleyball über Artikel bis hin zu Social Media: Das Internet sammelt nach und nach viele kleine Informationen über uns. Wie viel von mir steckt eigentlich schon im Netz und wer kann all diese Daten sehen?

Solche Bilder sind beispielsweise online von mir zu finden (Foto: ÖVV)

Ich habe mich gefragt, wie viel von mir eigentlich schon im Internet zu finden ist. Also habe ich einfach meinen Namen gegoogelt. Das Ergebnis hat mich nicht komplett überrascht, aber trotzdem zum Nachdenken gebracht.

Ich finde mehrere Artikel von campus a college, die ich selbst geschrieben habe. Außerdem tauche ich auf Volleyballseiten auf, weil ich bei der Sport Union Kufstein spiele und im Tiroler Volleyballverband aktiv bin. Auch meine Schule, das BG/BRG Kufstein, ist online vertreten. Dazu kommen noch meine Instagram- und TikTok-Accounts, auf denen ich ab und zu Stories, Fotos oder Videos poste.

Wenn ich all diese Informationen zusammenzähle, entsteht bereits ein ziemlich gutes Bild von mir, obwohl ich eigentlich nicht das Gefühl habe, besonders viel von meinem Leben im Internet preiszugeben. Als ich die Suchergebnisse so gesammelt vor mir gesehen habe, wurde mir erst bewusst, wie viele Spuren ich bereits hinterlassen habe.

Mehr als nur Fotos und Videos

Früher habe ich bei einem digitalen Fußabdruck sofort an Social Media gedacht. Beim Nachdenken ist mir aber aufgefallen, dass viel mehr dazugehört.

Jeder Beitrag, jedes Foto, jeder Kommentar und jede Anmeldung hinterlässt Spuren. Selbst wenn ich nur Videos anschaue oder Beiträge like, werden Informationen gesammelt. Plattformen lernen dadurch, was mich interessiert, welche Sportarten ich mag und welche Inhalte ich gerne anschaue.

Einerseits finde ich das praktisch, weil ich genau die Inhalte vorgeschlagen bekomme, die mich interessieren. Andererseits fühlt es sich etwas seltsam an zu wissen, wie viele Daten dabei über mich gesammelt werden.

In wessen Händen landen diese Daten?

Das ist für mich wahrscheinlich die spannendste Frage. Meine Freunde sehen vielleicht meine Storys, aber auch Unternehmen, Apps und Plattformen sammeln Informationen. Sie wissen oft mehr über unsere Gewohnheiten, als uns bewusst ist.

Viele Daten gebe ich freiwillig an, andere eher unbewusst. Oft klicke ich schnell auf „Akzeptieren“, erstelle einen Account und denke nicht weiter darüber nach. Erst später wird mir bewusst, wie viele Informationen ich eigentlich preisgegeben habe.

Was passiert, wenn Daten missbraucht werden?

Zum Glück ist mir selbst noch nichts Größeres passiert. Trotzdem höre ich immer wieder von gehackten Accounts oder gestohlenen Daten.

Oft bemerkt man einen Missbrauch erst, wenn plötzlich etwas Seltsames passiert: Es kommen Nachrichten über Anmeldungen, die nicht durchgeführt wurden, Freunde erhalten merkwürdige Nachrichten vom eigenen Account oder persönliche Daten tauchen an Orten auf, an denen sie eigentlich nicht sein sollten.

Deshalb finde ich es wichtig, aufmerksam zu sein und nicht alles öffentlich zu teilen.

Wie viel von mir steckt schon im Netz?

Meine Antwort wäre: mehr als gedacht.

Wenn jemand meinen Namen sucht, findet er Informationen über meine Schule, Volleyball, Campus A College und meine Social-Media-Profile. Das sind alles Dinge, die zu meinem Leben gehören und die ich grundsätzlich nicht verstecken möchte.

Trotzdem hat mir diese Aufgabe gezeigt, dass mein digitaler Fußabdruck schneller wächst, als ich gedacht habe. Oft reichen schon ein Foto, ein Artikel oder ein Profil, damit andere Menschen sich ein Bild von mir machen können.

Vielleicht ist genau deshalb die wichtigste Frage nicht, ob wir Spuren im Internet hinterlassen – denn das tun wir sowieso. Die wichtigere Frage ist, welche Spuren wir hinterlassen wollen.