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Meine Sommerferien haben eine Mission

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06.07.2026
4 Min.

Während viele ausschlafen oder stundenlang am Handy sitzen, werde ich in den Sommerferien mit Müllsack, Magnet und Hammer unterwegs sein. Ich bin 14 Jahre alt und habe mir ein Ziel gesetzt: Ich möchte der Umwelt etwas zurückgeben. Vielleicht kann ich damit sogar andere Kinder motivieren, selbst etwas zu verändern.

Kleine Taten. Große Wirkung. (Foto: Jahed Anwari)

Wenn mich jemand nach meinen Hobbys fragt, fallen mir sofort Fußball, Volleyball und Basketball ein. Diese Sportarten begleiten mich das ganze Jahr. Doch sobald die Sommerferien beginnen, möchte ich meine freie Zeit auch anders nutzen.

Ich möchte nicht nur Spaß haben, sondern etwas Sinnvolles tun. Deshalb habe ich mir für diesen Sommer einiges vorgenommen: Müll sammeln, Bienenhotels und Vogelhäuschen bauen, Kleidung reparieren, Magnetfischen ausprobieren und mit einem Metalldetektor Spielplätze nach gefährlichen Gegenständen absuchen.

Für manche klingt das vielleicht nach viel Arbeit. Für mich sind das Ferien, auf die ich mich freue.

Joggen und dabei Gutes tun

Seit 2025 gehört etwas zu meinen Ferien, das inzwischen ganz selbstverständlich geworden ist. Wenn ich joggen oder spazieren gehe, nehme ich einen Müllsack mit.

Überall liegen Plastikflaschen, Dosen oder Verpackungen. Viele Menschen laufen daran vorbei. Ich hebe sie auf.

Dadurch trainiere ich meine Ausdauer und helfe gleichzeitig der Natur. Tiere können sich nicht mehr an scharfem Müll verletzen und die Wege sehen wieder sauber aus.

Pfandflaschen sammle ich ebenfalls. Das Geld spare ich für meinen Führerschein. Ich gebe mein Geld nicht gerne für Dinge aus, die ich nicht wirklich brauche. Sparen macht mir Spaß – besonders, wenn ich dabei gleichzeitig etwas Gutes tue.

Meine Mutter sagt oft: „Du machst zwar schmutzige Arbeit, aber etwas, das wirklich wichtig ist.“ Solche Worte motivieren mich jedes Mal.


Ein Zuhause für Tiere schaffen

In diesen Sommerferien möchte ich außerdem mehrere Bienenhotels und Vogelhäuschen bauen.

Bienen sind für unsere Natur unglaublich wichtig. Trotzdem finden sie immer weniger geeignete Plätze zum Nisten. Auch viele Vögel freuen sich über einen geschützten Platz oder eine Futterstelle.

Ich freue mich schon auf den Moment, wenn ich sehe, dass eine Biene oder ein Vogel eines meiner Häuschen nutzt. Dann weiß ich, dass sich jede Minute Arbeit gelohnt hat.


Ein Video, das mich inspiriert hat

Vor einigen Monaten habe ich auf YouTube ein Video über Magnetfischen gesehen. Ein Mann zog Fahrräder, Werkzeuge, Dosen und jede Menge Müll aus einem Fluss. Manchmal fand er sogar Münzen.

Einmal zog er sogar eine Pistole aus dem Wasser. Sofort wurde die Polizei verständigt.

Natürlich hoffe ich nicht, dass ich jemals so etwas finde. Aber das Video hat mir gezeigt, wie viel Müll sich unter der Wasseroberfläche versteckt.

Deshalb habe ich mir selbst eine Magnet-Ausrüstung bestellt. Sobald sie angekommen ist, möchte ich in den Sommerferien in Übelbach und vielleicht auch an anderen Orten Magnetfischen ausprobieren.

Ich bin gespannt, was ich entdecken werde.

Ein Freund sagte zu mir:

„Wenn du losgehst, komme ich vielleicht mit. Das klingt spannender, als ich gedacht hätte.“

Vielleicht macht genau das den Unterschied. Vielleicht machen irgendwann noch mehr Menschen mit.


Mit dem Metalldetektor für mehr Sicherheit

Auf meine nächste Idee freue ich mich besonders.

Ich habe mir einen Metalldetektor bestellt. Damit möchte ich Spielplätze und Sandkästen absuchen.

Kinder spielen dort jeden Tag. Leider liegen manchmal Scherben oder andere gefährliche Gegenstände im Sand.

Ich habe selbst eine kleine Schwester. Deshalb denke ich oft daran, wie schnell sich Kinder verletzen können.

Natürlich würde ich mich freuen, wenn ich dabei einmal eine Münze finde. Aber mein eigentliches Ziel ist, dass Kinder sicher spielen können.


Reparieren statt wegwerfen

Ein weiteres Hobby ist das Nähen.

Wenn Kleidung kaputtgeht, versuche ich zuerst, sie zu reparieren. Vieles kann man noch retten.

Und wenn ein Kleidungsstück wirklich nicht mehr zu gebrauchen ist, bringe ich es zum Recycling.

Mein Vater sagt oft:

„Alles, was man reparieren kann, sollte man nicht wegwerfen.“

Diesen Satz werde ich wahrscheinlich nie vergessen.


So hat alles begonnen

Vor zwei Jahren haben wir im Englischunterricht einen Text über ein neunjähriges Mädchen gelesen. Sie nutzte ihre Sommerferien, um Müll zu sammeln und andere Menschen zum Mitmachen zu motivieren.

Diese Geschichte hat mich beeindruckt.

Ich dachte mir damals: Wenn sie etwas verändern kann, dann kann ich das auch.

Seitdem gehören Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu meinen Sommerferien.


Jeder kann etwas verändern

Natürlich werde ich auch Fußball spielen, Freunde treffen und die Ferien genießen.

Aber ich weiß schon jetzt, dass ich einen großen Teil meiner Freizeit draußen verbringen werde – für die Natur.

Ich glaube nicht, dass ein Mensch allein die Welt retten kann.

Aber ich glaube daran, dass viele kleine Taten zusammen Großes bewirken.

Vielleicht liest jemand diesen Beitrag und hebt morgen eine Plastikflasche vom Boden auf. Vielleicht baut jemand ein Vogelhäuschen oder repariert seine Kleidung, statt sie wegzuwerfen.

Dann hätte ich mehr erreicht, als ich mir wünschen könnte.

Denn die Natur braucht keine perfekten Menschen. Sie braucht Menschen, die nicht wegschauen. Und genau einer von ihnen möchte ich sein.