Jeden Tag lesen wir im Internet Kommentare. Manche sind freundlich, andere verletzen Menschen bewusst. Ich habe einmal gesehen, wie eine bekannte TikTokerin unter fast jedem ihrer Videos beleidigt wurde.
Wo Kritik endet und Hass beginnt
In einem Interview mit uns sprach der Forscher Jörg Matthes über Hass im Netz. Er ist Kommunikationswissenschaftler an der Universität Wien. Er erklärt, dass es einen Unterschied zwischen einer normalen Meinungsäußerung und Hass gibt. Nicht jede unfreundliche Aussage verstößt gegen das Gesetz.
Bei der TikTokerin, die ich beobachtet habe, beschimpften viele Menschen die junge Frau und machten sich über sie lustig. Ich halte das für unnötig. Kritik lässt sich auch respektvoll formulieren.
Das Gesetz schützt Menschen vor Beleidigungen und Drohungen. Jeder Mensch hat das Recht, sich gegen Hass zu wehren. Gleichzeitig tragen wir alle Verantwortung für einen respektvollen Umgang im Internet.
Folgen für Betroffene
Hass trifft häufig Frauen, Minderheiten und bekannte Persönlichkeiten. Viele Betroffene ziehen sich zurück, äußern ihre Meinung seltener oder veröffentlichen keine Inhalte mehr. Das schadet einer Demokratie, denn jede Stimme soll gehört werden können.
Ich finde, Hass sollte keinen weiteren Hass auslösen. Wer verletzende Kommentare erhält, kann sich an Freunde, Eltern oder Lehrkräfte wenden. Jörg Matthes sagt: „Ich bin eher für eine bessere Begleitung und für geschütztere Räume, aber nicht für ein Verbot.“ Dieser Ansicht schließe ich mich an.