Schon beim Aussteigen aus dem Flieger habe ich gemerkt, dass wir alles richtig gemacht haben. Während ich im österreichischen Hochsommer oft das Gefühl habe, gegen eine massive Wand aus heißer Luft zu laufen, empfing mich Kopenhagen mit einer herrlich frischen Brise. Mein absoluter Lieblingsort war ein Platz direkt am Nyhavn. Ich saß am Wasser, schaute auf die bunten Häuser und, das ist der wichtigste Punkt, ich habe einfach überhaupt nicht geschwitzt. Bei Höchsttemperaturen von gerade einmal 25 Grad lief mein Gehirn endlich wieder im Normalbetrieb. Ich konnte stundenlang durch die Stadt spazieren, ohne dass ich nach zehn Minuten komplett fertig war.
Das dänische Geheimnis
Die Dänen haben ja dieses berühmte Wort „Hygge“, was so viel wie Gemütlichkeit bedeutet. Ich bin mir absolut sicher, dass dieses Lebensgefühl nur existiert, weil es dort im Sommer nicht permanent 35 Grad hat. Bei extremer Hitze finde ich nämlich überhaupt nichts gemütlich, da bin ich einfach nur genervt. In Kopenhagen hingegen reichte mir ein leichter Pulli für den Abend, und ich konnte nachts bei offenem Fenster schlafen, ohne dass mein Zimmer zur Sauna wurde. Für mich steht fest: Mein bester Lieblingsplatz im Sommer war dieser kühle Ort, den meine Eltern ausgesucht haben.