Der Afrika-Cup 2025/26 sorgt für hitzige Diskussionen. Fußball ist normalerweise ein Ort jubelnder Fans und großartiger Stimmung, doch dieses Jahr kommt es zu mehreren strittigen Szenen, die für Ärger sorgten. Besonders im Finale zwischen Marokko und Senegal.
Der Anpfiff ertönt, tosender Applaus, die Menge wartet voller Erwartungen auf das lang ersehnte Spiel. Doch lange passiert wenig. Die ersten 90 Minuten verlaufen überraschend ereignisarm. Erst in der Nachspielzeit wird es dramatisch: Senegal erzielt ein Tor, doch die Freude hält nicht lange. Es wird nicht anerkannt. Schiedsrichter Ndala entscheidet auf Foul von Senegals Abdoulaye Seck am marokkanischen Kapitän.
Strittige Entscheidungen des Schiedsrichters
Kurz darauf kommt es im Strafraum der Marokkaner zu einer Szene mit dem Spieler Diaz, der leicht am Trikot gehalten wird. Zunächst bleibt die Situation ungeahndet, doch nach einer VAR-Überprüfung entscheidet der Schiedsrichter auf Elfmeter für Marokko. Zu diesem Zeitpunkt werden die Entscheidungen zunehmend kritisch gesehen.
Die Mannschaft aus Senegal verlässt daraufhin vorübergehend das Spielfeld, nur der Kapitän bleibt kurz zurück. Nach einer etwa 20-minütigen Unterbrechung wird das Spiel fortgesetzt. Trotz der Unruhe unter den Fans wird der Elfmeter ausgeführt, bleibt jedoch ohne Erfolg. In der anschließenden Verlängerung erzielt der senegalesische Spieler Pape Gueye das entscheidende Tor.
Korruption oder Fehlentscheidungen?
Dass hier etwas nicht stimmt, wird von vielen als offensichtlich empfunden. Doch handelt es sich um einzelne Fehlentscheidungen oder steckt mehr dahinter? Unter senegalesischen Fans werden zunehmend Vorwürfe laut, teilweise fällt sogar das Wort Korruption. Beweise dafür gibt es jedoch nicht, es bleibt bei Spekulationen.
Zusätzlich gibt es Berichte über kleinere, unfaire Zwischenfälle abseits des Spiels. So sollen marokkanische Balljungen angewiesen worden sein, die Handtücher des senegalesischen Torhüters zu entfernen. Diese Aktion führte zu einer unschönen Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen und einem Erwachsenen.
Hohe Strafen für beide Seiten
Aufgrund dieser Vorfälle und des unsportlichen Verhaltens wurden gegen den marokkanischen Verband Geldstrafen in Höhe von 315.000 US-Dollar verhängt. Auch Senegal blieb nicht ohne Konsequenzen. Der senegalesische Trainer wurde mit einer Strafe von 100.000 US-Dollar belegt, unter anderem wegen des Verlassens des Spielfelds durch sein Team in der Unterbrechung.
Zusätzlich wurde er für fünf Spiele gesperrt, und auch der Verband muss eine Strafe von 615.000 US-Dollar zahlen.
Ein Finale ohne Gewinner
Abschließend lässt sich sagen: Das Finale war von Chaos und strittigen Entscheidungen geprägt, und alle Beteiligten haben auf unterschiedliche Weise verloren. Am Ende gab es eigentlich nur Verlierer – mit einer möglichen Ausnahme: dem Schiedsrichter, der zwar im Zentrum der Kritik steht, aber selbst keine bekannten Konsequenzen tragen muss.