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Warum die Formel 1 echter Sport ist

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15.06.2026
2 Min.

Immer wieder gibt es dieselbe Diskussion rund um den Rennsport beziehungsweise die Formel 1. Den Satz „Das ist doch kein Sport, die fahren doch bloß im Kreis!“ hören wir Motorsport -Fans oft, aber stimmt das wirklich?

G-Kräften in einer "Sauna" trotzen, mit Renningeneuren kommunizieren, ständig Einstellungen optimieren und die Gegner im Griff halten: Formel 1-Fahrer müssen multitaskingfähig sein. (Foto: Shutterstock)

Viele verstehen die Faszination, die der Motorsport mit sich bringt, nicht, deshalb versuche ich zu erklären, warum die Formel 1 ein Sport ist. Formel-1-Autos sind die am besten entwickelten Autos, die es gibt und auch Vorreitermodelle für Technologien, die im Straßenverkehr zum Einsatz kommen. Die Hybridtechnologie wurde zum Beispiel in der Formel 1 entwickelt, genauso wie Schaltwippen und der Abgasturbolader. Auch die Aerodynamik wird in der Formel 1 stark entwickelt, was auch für den Straßenverkehr wichtig ist, um den Spritverbrauch zu optimieren.

Das macht die Formel 1 zu einem Sport

Aber was genau hat das damit zu tun, dass die Formel 1 ein Sport ist? Ein Rennen in der Formel 1 dauert rund zwei Stunden und je nachdem wie schnell die Strecke beziehungsweise die Kurven sind, umso mehr G-Kräfte wirken auf die Fahrer. Auf manchen Strecken bis zu fünf oder sechs G, das entspricht der fünf- bis sechsfachen Erdbeschleunigung.

Aber was heißt das jetzt? Das bedeutet, dass der Kopf der Fahrer fünf bis sechs Mal so schwer ist, was heißt, dass die Fahrer einen starken Nacken haben müssen. Noch hinzu kommt, dass es im Cockpit Temperaturen von bis zu 60 Grad Celsius erreichen kann, was dazu führt, dass die Fahrer in einem Rennen bis zu vier Kilo an Gewicht verlieren können.

Multitasking als Nebenjob

Zudem brauchen sie eine schnelle Reaktionszeit, um Unfälle zu vermeiden und den bestmöglichen Start zu haben. Während sie also in einer „Sauna“ den G-Kräften entgegenwirken, müssen sie in Austausch mit ihren Renningenieuren bleiben, um Strategien und Feedback zu übermitteln und zu besprechen. Dafür braucht es Ausdauer und Konzentration.

Weiters müssen die Fahrer permanent Einstellungen am Lenkrad vornehmen und ihren Sprit, die Energie des Hybridmotors managen und gegen andere Fahrer um die bestmögliche Position kämpfen. Also wenn man so will, sind Formel 1 Fahrer die Besten, was Multitasking betrifft.

Um nun also zum Abschluss zu kommen: Ja die Formel 1 beziehungsweise generell der Rennsport ist wirklich ein Sport und nicht nur „2 Stunden lang langweiliges im Kreis fahren“!