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Warum ich bei der Grazer Gemeinderatswahl wählen gehen werde

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30.05.2026
2 Min.

Am 28. Juni kommt meine erste Gelegenheit, meine Stimme wichtig zu machen. Und ich werde sie nutzen.

Die derzeit amtierende Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr präsentiert mit ihrem Team das Wahlprogramm der KPÖ: Egal, für wen wir Stimmen, zu wählen ist unsere einzige Chance, die Welt zu verändern. (Foto: APA-Images / APA / ERWIN SCHERIAU )

Eigentlich interessiere ich mich schon immer für Politik. Zwar war es immer ein abstraktes Konzept für mich, trotzdem saugte ich die Fakten, die meine Eltern beim Abendessen erzählten, gierig auf. Aber dann, am 5.November 2024, wurde Politik plötzlich richtig greifbar. An diesem Tag wurde nämlich ein Mann namens Donald Trump als US-Präsident gewählt.

Und dann kam Trump

Egal, welcher politischen Seite man angehört, niemand kann leugnen, dass er die Weltwirtschaft und vor allem internationale Politik ins Wanken gebracht hat. Vom Ausstieg aus den gemeinsamen Klimazielen über den Nahost-Krieg und Drohungen gegen Politikern bis hin zu, sagen wir mal interessanten Aussagen über Grönland, niemand kann ihn mehr ignorieren. Auch die nicht, die gar nicht für ihn gestimmt haben, ja die es gar nicht hätten können. 

Er entscheidet über uns alle, und unsere Politiker können es noch besser. Unsere momentane Situation im Großteil Österreichs, auch wenn die in Graz noch ziemlich toll ist, gefällt mir nicht, und ich will nicht, dass ich jemals wieder in so eine Situation bin, wenn ich es vermeiden kann. Und indem ich wählen gehe, kann ich das verhindern. 

Ich habe eine Stimme

Oft wird uns jungen Leuten gesagt, wir sollten unsere Stimmen gar nicht abgeben. Wir wüssten doch gar nicht, wovon wir sprechen. Aber ich tue es. Ich habe mich über die Parteien informiert. Und ich habe eine Stimme, die ich abgeben will. 

Ich will nicht, dass meine Stadt zu einem Nest für Hass wird. Ich will nicht, dass ich jemals in die Stadt fahre, und einen langweiligen Einheitsbrei vorfinde. Ich will nicht bis zu meinem 30. Geburtstag bei meinen Eltern leben, weil ich mir keine Wohnung leisten kann. 

Ich will, dass ich mit dem Bus nicht viermal so lange in die Schule brauche als mit dem Auto. Ich will zum Arzt gehen können und nicht eine Niere dafür verkaufen müssen. Ich will, dass Graz eine offene Stadt ist, in der sich alle Menschen wohlfühlen können. 

Das einzige, was ich habe, um die Welt zu verändern

Und genau deshalb werde ich meine Stimme abgeben. Sie ist das einzige, was ich habe, um die Welt zu verändern. Und ihr hab sie auch. Im Gegensatz zu so vielen Ländern auf der Welt können wir wählen gehen, und wir können mit dieser Stimme verhindern, dass sie uns weggenommen wird. In so vielen Orten passiert das gerade, aber noch nicht hier. Und es sollte auch nie geschehen. 

Allen, die wählen gehen, kann sich sagen. „Ja, ich habe alles getan, um meine ideale politische Situation zu erreichen.“ Selbst wenn die eigene Lieblingspartei nicht gewählt wird, wir können nicht mehr tun. Und mir ist es um einiges lieber, eine faire Wahl zu verlieren, als eine zu gewinnen, an der Teile unseres Landes nicht teilgenommen haben.