Mit einem großartigen Auftritt der südamerikanischen Pop-Sängerin Shakira wurde das größte Sportevent der Geschichte eröffnet. In Mexiko City herrschte pure Fußball-Euphorie. Über eine Milliarde Menschen saßen an diesem Donnerstag vor ihren Fernsehern und über 80.000 Menschen schauten das Spektakel live im Aztekenstadion an. Inzwischen ist die WM im vollen Gang. Doch wergfen wir einen genaueren Blick hinter die Fassade der Weltmeisterschaft, wird klar, dass die FIFA wohl eine der korruptesten Organisationen dieser Welt ist.
Ein großes Korruptionsskandal der FIFA wurde bereits im Jahr 2015 aufgedeckt. Damals saß noch nicht der heutige Präsident Gianni Infantino auf dem Chefsessel, sondern der Schweizer Joseph Blatter. In der Zeit Blatters wurden zahlreiche dubiose Zahlungen getätigt, auch die Vergabe der Austragungsorte von folgenden Weltmeisterschaften wurde als unrechtmäßig angesehen. So musste Blatter 2015 sein Amt niederlegen. Nach diesem Skandal wurde die Fußballorganisation kein Stück weit weniger korrupt.
Als Gianni Infantino nach Blatter den Fußballthron bestieg war wenigen klar, welch katastrophale Fehlentscheidung getroffen wurde. Infantino ist bekannt für seine Schmeicheleien bei den mächtigsten Personen des Planeten. Nicht zuletzt bei US-Präsident Donald Trump. Anlässlich der WM 26 besuchte Infantino den Präsidenten im Oval Office und präsentierte ihm den FIFA WM Pokal. „Diesen Pokal dürfen nur Sieger halten, doch weil Sie auch ein Sieger sind, können Sie ihn natürlich anfassen“, schmunzelte Infantino.
Trumps Friedenspreis
Die wohl bekannteste Schmeichelei fand jedoch bei der Auslosung der WM-Gruppen statt. Viele von euch sahen wahrscheinlich mit offenem Mund zu, als der FIFA Präsident, dem US-Präsidenten den „alljährlichen“ FIFA Friedenspreis präsentierte. Eigentlich sollte ich jedes Wort dieses Preises in Anführungsstriche setzen, so absurd ist diese Trophäe. Zu dem riesigen goldenen Friedenspokal gab es außerdem eine Goldmedaille dazu, die sich Trump sofort mit strahlendem Lächeln aus der Schachtel schnappte und sich selbst um den Hals hängte.
Money, Money, Money…
Fußball ist ein Sport für alle. Oder zumindest war er das, denn die FIFA legt in den letzten Jahren die Weltmeisterschaften nur noch auf Profit aus. Qatar und Russland hießen die Austragungsländer der vergangenen Tourniere. In Saudi Arabien wird die WM 2034 stattfinden.
Auch bei der heurigen Weltmeisterschaft wird ordentlich Geld gescheffelt.Die FIFA rechnet mit einem Rekordumsatz von 13 Milliarden Euro. Die WM 2006 in Deutschland knackte nicht einmal die 1 Milliarden Marke. Bei diesem Tournier der Superlative, es nehmen erstmals 48 Teams teil, werden auch die Ticketpreise in astronomische Höhen getrieben. Für Ko-Rundenspiele müssen oft zehntausende Euro hingeblättert werden. Eine U-Bahn Fahrt zum Metlife Stadium in New York City kostet an Spieltagen satte hundert Euro. Der deutsche Fußballbund zahlt deswegen den deutschen Fans die Anreise zum Stadion.
Auch die bei uns sehr beliebten WM Pickerl sind nicht billig. Für ein Packerl mit 7 Stickern muss man mit 1,50 Euro rechnen.
Es ist eine WM der Sperlative. Jedoch nicht im positiven Sinne.