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Zu heiß zum Lernen

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16.06.2026
2 Min.

Hohe Temperaturen in Österreichs Klassenzimmern werden für Schüler und Lehrkräfte zunehmend zum Problem

 

Ab wann ist es für die Schule zu heiß? (Foto: jarino47)

Wien. Die Sonne scheint durch die Fenster, die Luft steht im Raum und die Konzentration lässt immer weiter nach. Für viele Schülerinnen und Schüler gehört Hitze im Klassenzimmer mittlerweile zum Schulalltag. Besonders in älteren Schulgebäuden steigen die Temperaturen an warmen Tagen stark an.

Eine aktuelle Untersuchung zeigt, wie groß das Problem inzwischen ist: Knapp neun von zehn befragten Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften empfinden die Hitze im Schulgebäude als Belastung. In manchen Klassenräumen wird es so warm, dass konzentriertes Arbeiten kaum noch möglich ist.

Sinkende Leistungsfähigkeit

Hohe Temperaturen führen häufig zu Müdigkeit, Kopfschmerzen und Kreislaufproblemen. Gleichzeitig sinkt die Leistungsfähigkeit. Das betrifft nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch die Lehrkräfte. Unterricht zu halten wird schwieriger, wenn die Luft stickig ist und sich alle nur noch auf die Hitze konzentrieren können.

Ein Grund für das Problem ist, dass viele Schulgebäude nicht auf längere Hitzeperioden vorbereitet sind. Häufig fehlen außen liegende Jalousien, gute Belüftungssysteme oder ausreichend begrünte Flächen rund um die Schulen. Klimaanlagen gibt es nur selten. Sie würden zwar für Abkühlung sorgen, verbrauchen aber viel Energie und sind teuer.

Fachleute fordern deshalb langfristige Lösungen. Dazu gehören eine bessere Wärmedämmung, Sonnenschutz an den Fenstern, mehr Bäume auf Schulhöfen und begrünte Fassaden. Auch richtiges Lüften am frühen Morgen kann helfen. Während der heißesten Stunden sollten Fenster und Jalousien möglichst geschlossen bleiben.

Kürzere Einheiten gefordert

Einige Schülerinnen und Schüler wünschen sich außerdem kürzere Unterrichtsstunden oder hitzefrei ab einer bestimmten Raumtemperatur. Einheitliche Regeln gibt es dafür jedoch nicht. Ob der Unterricht verkürzt wird, entscheidet meist die jeweilige Schulleitung.

Da heiße Tage in Zukunft häufiger auftreten könnten, müssen Schulen besser darauf vorbereitet werden. Gute Lernbedingungen hängen schließlich nicht nur von Büchern, Lehrkräften und moderner Technik ab. Auch die Temperatur im Klassenzimmer spielt eine Rolle.