Anna-Sophie (Foto: APA-Images / First Look / Klaus Titzer)
Die gebürtige Steirerin Anna-Sophie macht es sich zur Aufgabe, ihrer Musik einen internationalen Flair zu geben. In dem Dance-Pop-Song „Superhuman“ führt sie dies fort und bereitet sich dabei hart auf ihren Auftritt vor. „Ich singe jetzt immer meine Songs auf dem Laufband“, beschreibt die Sängerin ihr Training. Dass man sich selbst feiern sollte, ist die Botschaft ihres Beitrags. Sowohl an die Hörerschaft als auch an sich selbst gerichtet, so Anna-Sophie. Der Song Contest begeistert sie bereits seit Jahren, weswegen für sie ein Traum in Erfüllung gehen würde, einmal auf dieser Bühne zu stehen.
Bamlak Werner (Foto: APA-Images / First Look / Klaus Titzer)
Vielen wird die Kärntnerin noch als „Cloudhead“ von TikTok bekannt sein. Beim Vorentscheid tritt sie nun unter ihrem bürgerlichen Namen an. „Damit möchte ich Österreich einen gewissen Respekt entgegenbringen“, begründet Bamlak Werner ihre Entscheidung. In ihrem Song vereint sie Pop mit äthiopischen Gebirgsrufen und Jodelgesang. Der Titel „We Are Not Just One Thing“ beschreibt aber nicht nur die Vielfalt an musikalischen Einflüssen, sondern auch die Vielseitigkeit ihrer selbst. „Ich bin nicht nur eine Sache und wir alle sind nicht nur eine Sache. Wir sind so viel“, so Bamlak.
COSMÓ (Foto: APA-Images / First Look / Klaus Titzer)
Der 19-jährige Benjamin Gedeon hat im Zuge des Vorentscheids die Band COSMÓ um sich aufgebaut. „Der Song ist eine Ode an das Tanzen im Club“, fasst Benjamin seinen Beitrag zusammen. Eine Sache, die für seinen Geschmack heutzutage nicht mehr ausgiebig genug praktiziert wird. Seine Mutter stammt aus Ungarn, sein Vater aus Deutschland – aufgewachsen ist der Sänger im Burgenland. Zum ESC möchte er, weil er sich Österreich zugehörig fühlt. Ganz nach dem Motto „United by Music“.
David Kurt (Foto: APA-Images / First Look / Klaus Titzer)
In seinem Song bündelt David Kurt nicht nur viel Emotion, sondern auch eine echte Pop-Ballade mit Folk-Elementen. Der Wiener Sänger blickt darin auf Menschen zurück, die ihn zu der Person gemacht haben, die er heute ist. „Man hat früher vielleicht nicht verstanden, wie wichtig diese Menschen waren. Aber man kann heute dankbar sein, dass es sie gab.“ Am Song Contest schätzt David Kurt das Treffen lauter Menschen, die zusammen die Musik feiern.
FREVD (Foto: APA-Images / First Look / Klaus Titzer)
Der wohl mysteriöseste Act in diesem Vorentscheid ist die Rockband FREVD. Namensgeber ist Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse. Daran knüpft auch „Riddle“ thematisch an, denn die Band beschäftigt sich darin mit mentaler Gesundheit und Selbstreflexion. Das Besondere an FREVD: Sie tragen Masken. „Unsere Identitäten stehen im Hintergrund“, erklärt der Frontsänger, der sich „der Doktor“ nennt. Seine Bandmitglieder sind hingegen „die Patienten“.
Julia Steen (Foto: APA-Images / First Look / Klaus Titzer)
Die ESC-Welt kennt Julia Steen bereits. Sie war 2023 mit Teya & Salena hinter den Kulissen dabei und zählt Sieger JJ zu ihrem engsten Kreis. Nun möchte sie es mit ihrem Country-Pop-Song „Julia“ selbst wissen. Primär, da sie die gesamte Organisation des Contests lieben gelernt hat. „Dass ich den Song ‚Julia‘ genannt habe, hat null mit Ego zu tun. Ich besinge darin eher mein Alter Ego.“, beschreibt sie ihren Beitrag. Sie verpackt darin die Botschaft, dass alle Höhen und Tiefen des Lebens notwendig sind, um weiterzukommen.
Kayla Krystin (Foto: APA-Images / First Look / Klaus Titzer)
Die Tirolerin Kayla Krystin liefert mit „I brenn“ als einziger Act einen Pop-Rock-Song im Dialekt. Sie verpackt darin, dass man auch nach schweren Momenten, wieder aufstehen und nach Vorne blicken sollte. Bisher hat sie stets auf Englisch gesungen. Ihre Entscheidung, für den Vorentscheid auf Deutsch umzusteigen, begründet sie wie folgt: „Ich finde es schön, wenn die Länder beim ESC ihre Sprache vertreten.“ Aber auch für die Zukunft plant Kayla Krystin, deutsche Musik zu veröffentlichen. Egal, ob sich ihr Kindheitstraum, einmal beim ESC aufzutreten, erfüllt oder nicht.
Lena Schaur (Foto: APA-Images / First Look / Klaus Titzer)
Einen weiteren Beitrag aus Tirol liefert Lena Schaur. Die 23-Jährige möchte mit „Painted Reality“ Österreich vertreten. „Es geht um die Fassade, die man oft aufrechterhält. Die bemalte Realität.“, erklärt sie die Botschaft ihres Songs. Als großes Vorbild nennt sie ihre Namensvetterin Lena Meyer-Landrut – Ihr Sieg beim ESC 2010 zählt für Lena Schaur zu ihren liebsten Kindheitserinnerungen. Ähnlich minimalistisch möchte auch sie ihren Auftritt beim Vorentscheid gestalten.
Nikotin (Foto: APA-Images / First Look / Klaus Titzer)
Der Wiener Sänger Nikotin bringt mit seinem Song ein Genre zum Vorentscheid, von dem man einst geglaubt hat, es sei mit Falco ausgestorben. Er verbindet Punk mit Pop und spricht unverblümt Themen an, die ihn berühren. In „Unsterblich“ singt Nikotin: “Oh Gott vergib mir, weil ich niemals sterben mag.“ und behandelt seinen Wunsch danach, ewig leben zu können. Der wohl wienerischste Beitrag der Show, sowohl im Klang als auch textlich. „Herzlich willkommen in den Wiener Katakomben!“, so Nikotin.
Philip Piller (Foto: APA-Images / First Look / Klaus Titzer)
Das altbekannte Sprichwort „Der Weg ist das Ziel“ streicht Philip Piller in seinem Song „Das Leben ist Kunst“ neu. Denn gerade vermeintlich schlechte Erlebnisse sind es, die man für die eigene Weiterentwicklung braucht, so der Interpret. Einen einzigen Grund, warum er zum Song Contest möchte, kann er als großer Fan gar nicht nennen, da es schlichtweg zu viele gibt. Einer davon ist: „Narrenfreiheit. Weil wo kann man das machen, was man beim ESC machen kann und die Leute lieben es?“
Reverend Stomp (Foto: APA-Images / First Look / Klaus Titzer)
Dass die Band Reverend Stomp nun bei „Vienna Calling“ antritt, hätten sie selbst nicht erwartet. Sie beschreiben ihre Musik als „Valley Surface. Also eine Mischung aus 60s, Garage-Rock und einer Prise Country“. Sprich: Nicht das erste Genre, an das man beim Song Contest denkt. In ihrem Song begleitet die Band den „Mescalero Ranger“ dabei, wie er sich durch die Veränderungen seines Lebens kämpft und neue Wege einschlägt. So wie auch die Band mit ihrer Teilnahme am Vorentscheid.
Sidrit Vokshi (Foto: Presse / Sidrit Vokshi)
Sidrit Vokshi ist für die freiwillig ausgestiegene Kandidatin Tamara Flores nachgerückt. Aus einer schmerzhaften Trennung ist sein Song „Wenn ich rauche“ entstanden. Der Sänger verarbeitet darin seine Gefühle und ist dabei ehrlicher denn je. Der 36-Jährige ist in Albanien geboren und später nach Österreich geflohen. Der wohl größte Grund für ihn, beim ESC teilnehmen zu wollen ist folgender: „Viele Menschen haben sich außergewöhnlich für mich eingesetzt, als wir nach Österreich gekommen sind. Ich habe das Bedürfnis, ihnen etwas zurückgeben zu wollen.“
Wer dann tatsächlich für Österreich beim 70. Eurovision Song Contest in Wien antreten wird, entscheidet sich am 20. Februar um 20:15 Uhr bei „Vienna Calling – Wer singt für Österreich?“ auf ORF 1. Die vollständigen Interviews mit den Acts sind im Song Contest Podcast „Merci, Chérie“ zu hören.
Alle Songs findest du hier: https://youtube.com/playlist?list=PLp4i8IJdXtsYXqVGjUhieOE-cbRK7gVrp&si=oP0PlTMNLKqWaLjL
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