In drei Monaten startet der Prozess gegen den Rapper P. Diddy
Schwere Vorwürfe und prominente Zeugen: Klassische und soziale Medien stellen sich auf ein Spektakel ein. Der Prozess gegen Sean Combs, so der bürgerliche Name des Rappers P. Diddy, dürfte ein Medienspektakel werden, da die Vorwürfe schwerwiegend und international aufsehenerregend sind. Prominente Zeugen, Social-Media-Berichterstattung und Vergleiche mit anderen Stars wie Harvey Weinstein könnten das Interesse weiter steigern. Neben Combs’ Ruf steht auch die Diskussion um Machtmissbrauch in der Unterhaltungsindustrie im Fokus.
Sean John Coms, besser bekannt unter den Namen P. Diddy und Puff Daddy, ist ein amerikanischer Rapper und Musikproduzent. Bekannt gemacht haben ihn nicht nur seine Hits, sondern auch seine sogenannten „White Partys“, zu denen Prominente wie Leonardo DiCaprio und die Kardashians kamen. Bei diesen legendären Veranstaltungen waren immer mehr als 200 Gäste anwesend und feierten die ganze Nacht durch.
Begrenzter Zugang
Wer bei einer Party P. Diddys teilzunehmen wollte, brauchte neben einer Einladung auch ein bestimmter Dresscode. Die Outfits mussten weiß sein und möglichst teuer aussehen und viele verbrachten Wochen damit, sie zusammenzustellen. Kleidung von Gucci, Louis Vuitton, Christian Dior, und weitere teure Marken war ein Muss. Gäste die Beige- oder Ecru-färbige Kleidung trugen, waren nicht auf der Party erwünscht. Doch der Schein der einzigartigen Partys voller Prominenter trügt und verbirgt eine dunkle Wahrheit.
Die erste „White Party“
Alles begann mit der ersten „White Party“, zu der mehr als 200 Gäste in das Anwesen von P. Diddy in East Hampton am 7. September 1998 kamen. Die Events gewannen im Laufe der Jahre immer mehr Popularität. Alle Promis schienen die Party stilvoll und lustig zu finden, doch was hinter der Fassade geschah, kam erst Jahre später ans Licht.
Die dunkle Wahrheit
Viel Illegales geschah da. Berichten zufolge kam es zu sexueller Gewalt, Perversion und einige Gäste und Prostituierte standen unter Drogeneinfluss. Aber nicht nur Erwachsene waren anwesend, sondern auch Minderjährige, die alles mitansehen mussten.
Jahrelang blieb der Star mit seinen Taten unantastbar, doch im November 2023 brach seine Ex-Freundin Cassie Ventura ihr Schweigen und reichte Klage wegen sexueller Gewalt ein. Innerhalb eines Jahres häuften sich die Anschuldigungen gegen den Rapper und am 16. September des Vorjahres klickten die Handschellen. Die drei Haupttatbestände lauteten Missbrauch, Menschenhandel und Erpressung. Die Anklageschrift betrug dann 14 Seiten.
Was passiert jetzt?
Der Prozess gegen den Rapper P. Diddy beginnt im Mai 2025 und die Staatsanwaltschaft verweigerte ihm die Freilassung auf Kaution, weil sie ihn als gefährlich einstufte. Bei einem Schuldspruch drohen ihm mindestens 15 Jahre Haft.
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