Bei „Vienna Calling“ trat der spätere Sieger als Letzter an. Das Warten hat sich aber offensichtlich gelohnt. Die Entscheidung im Vorentscheid setzte sich aus einem Publikumsvoting sowie einer Fachjury zusammen: COSMÓ sang und tanzte sich auf Platz 1 der Zuseher:innen, bei der Jury landete er auf Platz 2 hinter Lena Schaur.
COSMÓ hat sich im Vorhinein nicht vorstellen können, zu gewinnen – gehofft hat er natürlich sehr. Als Moderatorin Alice Tumler das Ergebnis dann verkündete, war die Freude und die Überraschung groß. Sein erster Gedanke: “Ich hab mir gedacht, dass ich jetzt nicht blöd schauen darf.“
Sein Studium der Zahnmedizin pausiert er ab jetzt. Den ESC möchte er mit vollster Energie angehen. “Mein Motto ist: Ganz oder gar nicht. Ich sehe den ESC als zweiten Zivildienst. Also ich mache das für Österreich.”
Ein weiterer Grund zur Freude: Als Gastgeberland ist Österreich direkt für das Finale am 16. Mai gesetzt. COSMÓ kann sich bei den Halbfinalshows also entspannt zurücklehnen. Primär ist sein Ziel aber ohnehin, seine Botschaft so gut wie möglich international zu präsentieren.
Bürgerlich heißt unser ESC-Vertreter eigentlich Benjamin Gedeon. 2022 war dieser bei The Voice Kids in Deutschland im Finale. Den Traum, beim ESC anzutreten, hatte er schon lange. Der Song, mit dem sich der Burgenländer nun diesen Traum erfüllt, ist als Ode an das Tanzen in Clubs gedacht. „Als ich das erste Mal feiern war, hat niemand so getanzt, wie mir meine Mutter immer erzählt hat.“ Das Tanzen wieder mehr etablieren – in Österreich ist ihm das nun anscheinend ein Stück weit gelungen. Dies möchte er nun europaweit erreichen, denn: „Tanzen ist eine internationale Sprache.“
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