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Warum rote Lebensmittel gut für die Haut sind

Rotes Obst und Gemüse gelten als natürlicher Schutz gegen Hautalterung. Tomaten, Erdbeeren oder Paprika sollen die Haut straffer, widerstandsfähiger und sogar jünger wirken lassen. Doch stimmt das wirklich? Experten erklären, warum bestimmte Inhaltsstoffe tatsächlich einen positiven Effekt auf die Haut haben können.
Noemi Koch  •  12. Mai 2026 Volontärin    Sterne  36
Elisabeth Gürtler empfiehlt rote Lebensmittel als Schutz für die Haut. (Foto: Lukas Beck)
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Tomaten, Wassermelonen, Erdbeeren, Himbeeren, rote Paprika, Karotten oder rote Rüben: Viele dieser Lebensmittel landen nicht nur wegen ihres Geschmacks auf dem Teller, sondern auch aufgrund ihrer gesundheitsfördernden Wirkung. Vor allem ihre kräftige Farbe steht im Fokus. Denn hinter dem Rot verbergen sich Inhaltsstoffe, die Zellen schützen und damit gleichzeitig das Hautbild beeinflussen können.

Die Frage, wie stark Ernährung tatsächlich auf die Haut wirkt, beschäftigt mittlerweile nicht nur Influencer und Ernährungscoaches, sondern auch die Wissenschaft. Klar ist: Die Haut reagiert sensibel auf äußere Belastungen wie Sonne, Stress oder Schlafmangel. Gleichzeitig spielt die Ernährung eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, den Körper mit schützenden Stoffen zu versorgen. Gerade in den Sommermonaten, wenn die Haut vermehrt UV-Strahlung ausgesetzt ist, kann eine ausgewogene Ernährung mit antioxidantienreichen Lebensmitteln unterstützend wirken.

Der Arzt und Bestsellerautor Johannes Huber beschäftigt sich in einem aktuellen Buch mit der Hautgesundheit. Dort verweist er auf die Bedeutung roter Lebensmittel und schreibt: „Essen Sie wie die Chinesen rotes Gemüse.“ Hintergrund sei unter anderem die Traditionelle Chinesische Medizin, die roten Lebensmitteln unter anderem auch eine stärkende Wirkung auf Herz und Wohlbefinden zuschreibt.

Noch konkreter wird Elisabeth Gürtler. Die 75-jährige Betreiberin der „Better Aging Academy“ im Alpin Resort Sacher gilt selbst als Beispiel für ein gesundes und jung gebliebenes Hautbild. Sie setzt auf eine Ernährung mit vielen roten Lebensmitteln und auch sie verweist auf deren positive Wirkung auf Haut und Organismus.

Erwiesene Schutzwirkung

Der Dermatologie-Forscher Florian Gruber bestätigt: „Tatsächlich sind in rotfarbigen Nahrungsmitteln Inhaltsstoffe enthalten, die eine Schutzwirkung für die Haut haben“, erklärt er. Besonders Lycopin aus Tomaten oder Wassermelonen könne Zellen vor oxidativem Stress schützen. Auch Carotinoide aus Karotten und roter Paprika seien messbar in der Haut nachweisbar. Rote Beeren wiederum enthalten sogenannte Anthocyane, die laut Gruber DNA-Schäden reduzieren und damit Hautalterung verlangsamen können.

Gleichzeitig mahnt der Forscher zu Realismus. Ernährung allein sei kein Wundermittel für perfekte Haut. Auch Schlaf, genetische Faktoren, Stress oder intensive Sonnenexposition beeinflussen das Hautbild erheblich. Dennoch sei eine ausgewogene Ernährung ein wichtiger Baustein: „Die meisten Dinge, die für die Funktionalität der Haut gut sind, bringen auch für andere Organe positive Effekte mit sich.“

Rotes Menü

Vorspeise: Tomaten-Carpaccio mit Erdbeeren und Granatapfel  

o   3 große Tomaten 

o   150 Gramm Erdbeeren 

o   1 kleine rote Zwiebel 

o   40 Gramm Rucola 

o   3 Esslöffel Granatapfelkerne 

o   3 Esslöffel Olivenöl 

o   1 Esslöffel Balsamicoessig 

o   1 Prise Salz 

o   1 Prise Pfeffer 

o   2 Scheiben Vollkornbrot

Zubereitung: 

Tomaten und Erdbeeren in dünne Scheiben schneiden und auf einem Teller anrichten. Die rote Zwiebel fein schneiden und gemeinsam mit Rucola und Granatapfelkernen darübergeben. Mit Olivenöl und Balsamicoessig beträufeln, mit Salz und Pfeffer würzen. Das Vollkornbrot kurz anrösten und dazu servieren. 

Hauptspeise: Lachs mit Ofengemüse und Tomatensauce 

o   2 Lachsfilets à 150 Gramm 

o   250 Gramm Cherrytomaten 

o   2 rote Paprika 

o   3 Karotten 

o   150 Gramm Vollkornreis 

o   200 Milliliter passierte Tomaten 

o   2 Esslöffel Olivenöl 

o   1 Knoblauchzehe 

o   1 Teelöffel Oregano 

o   1 Prise Salz 

o   1 Prise Pfeffer

Zubereitung: 

Den Reis nach Packungsanleitung kochen. Paprika, Karotten und Cherrytomaten in Stücke schneiden und mit einem Esslöffel Olivenöl vermengen. Das Gemüse bei 200 Grad Celsius etwa 25 Minuten im Ofen rösten.

Die Lachsfilets mit Salz und Pfeffer würzen und in einer Pfanne mit einem Esslöffel Olivenöl von beiden Seiten jeweils etwa 3 bis 4 Minuten braten. Für die Sauce passierte Tomaten mit gehacktem Knoblauch und Oregano kurz aufkochen lassen. Alles gemeinsam anrichten.

Nachspeise: Joghurtcreme mit roten Beeren und Wassermelone

o   250 Gramm Naturjoghurt 

o   100 Gramm Himbeeren 

o   100 Gramm rote Johannisbeeren 

o   150 Gramm Wassermelone 

o   1 Esslöffel Honig 

o   2 Esslöffel gehackte Mandeln

Zubereitung: 

Den Naturjoghurt mit Honig verrühren. Himbeeren, Johannisbeeren und die gewürfelte Wassermelone vorsichtig unterheben oder darübergeben. Mit gehackten Mandeln bestreuen und gekühlt servieren.


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